Sprache und Interaktion in der Familie
In der derzeitigen Debatte um das jeweils effektivste Konzept von Sprachförderung geht unter,
dass die primäre sprachliche Sozialisation der Kinder nicht in der Kindertageseinrichtung, sondern in der Familie erfolgt. Nun ist allerdings anhand zahlreicher Studien nachgewiesen, dass die sprachfördernde Unterstützung der Eltern enorm variiert.
Anhand eines sprachwissenschaftlich basierten Elternprojekts im Familienzentrum SPE Mühle wurde nun sozusagen ,,unter dem Mikroskop“ der im deutschen Sprachraum bislang noch wenig erforschten Frage nachgegangen, wie genau diese Unterschiede sprachlich entstehen. Angesichts der in Deutschland bestehenden engen Bindung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg sind Erkenntnisse über die Entstehung unterschiedlicher sprachlicher Interaktionsmuster von besonderer Relevanz, denn sie bieten Erziehern die Möglichkeit differenzierte Schlussfolgerungen über die heterogenen milieuspezifischen Voraussetzungen der Kinder zu ziehen, damit sie auf dieser Basis Sprachförderung und Elternarbeit angemessen gestalten können.
In der Fortbildung lernen die Teilnehmer auf der Basis des Förderprojekts
- Wie entstehen im Zusammenspiel von Elternsprache und Kindersprache unterschiedliche Interaktionsmuster ?
- Wie wirken diese auf den Spracherwerb der Kinder ?
- Wie äußern Kinder ihre Kommunikationsabsichten und wie reagieren die Eltern darauf ?
- Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Sprachförderung im Kitaalltag ?
- für effektive Elternarbeit : Ist Kommunikation ,,lernbar“ oder wie leitet man Eltern gezielt an, sprachfördernd mit ihren Kindern zu sprechen ? eine Methode aus der Praxis für die Praxis
Ziel des Seminars
Die Teilnehmer sollen am Ende der Fortbildung in der Lage sein, Gespräche eigenständig auf fördernde und hemmende Muster zu analysieren und gg. Alternativen zu unterbreiten.
Umfang und Termine
Beginn : auf Anfrage
